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Von der Lücke im Dach zum Schatz im Kornhaus: Die Dachziegelausstellung in Meißen erzählt Geschichten
Die Dachziegelausstellung im Kornhaus in Meißen nimmt Gestalt an. Der Nachlass von Herrn Dachdeckermeister und Diplompädagogen Achim Wünsche wurde der Dachdecker-Innung Meißen-Riesa-Großenhain überlassen, um das wertvolle Erbe zu bewahren. Zunächst wurden die alten Dachziegel aus dem Wohnhaus sorgfältig transportiert. Nach anfänglichen Schwierigkeiten eine geeignete Räumlichkeit zu finden, haben die Ausstellungsstücke nunmehr ein Dach über dem Kopf im Dachboden des Kornhauses Meißen finden können.
Derzeit arbeitet die Dachdecker-Innung Meißen-Riesa-Großenhain an der Gestaltung der Ausstellung im Dachboden des Kornhauses. Hier wird die Geschichte und Handwerkskunst der Dachziegelfertigung lebendig, und Besucher sollen zukünftig die Vielfalt unserer Tradition hautnah erleben.
Ihre Unterstützung zum Erhalt der Ausstellung
Die Dachdecker Innung Meißen-Riesa-Großenhain engagiert sich ehrenamtlich für die Betreuung und Verwaltung des Nachlasses von Herrn Dachdeckermeister Achim Wünsche. Ziel ist es, das wertvolle Erbe zu bewahren und die Dachziegelausstellung im Kornhaus zu realisieren. Diese Präsentation gibt künftigen Generationen Einblicke in die traditionsreiche Handwerkskunst.
Um diesen wichtigen Beitrag zur Erhaltung unserer Geschichte zu leisten, dankt Ihnen die Innung Meißen-Riesa-Großenhain, wenn Sie die Ausstellung mit Ihrer Spende unterstützen. Jeder Betrag hilft dabei, den Nachlass und die Ausstellung langfristig zu sichern.
S p e n d e n k o n t o
Dachdecker-Innung Meißen-Riesa-Großenhain
Sparkasse Meißen
DE33 8505 5000 0500 1718 40
Verwendungszweck: Dachziegelausstellung Kornhaus
- Er wurde in Röhrsdorf geboren und lebte auch dort.
- Als ausgebildeter Dachdeckermeister und Diplom‑Pädagoge arbeitete er von 1961 bis 2001 als Berufsschullehrer und gab sein Fachwissen an Generationen von Auszubildenden im Dachdeckerhandwerk weiter.
- 1972 wurde er Abgeordneter; ab 1998 war er Mitglied des Gemeinderats in Klipphausen.
Die Dachziegelsammlung:
- Seine Sammlung umfasste mehr als 1.000 Dachziegel und dokumentiert damit handwerkliche Vielfalt, regionale Stilvarianten und bautechnische Entwicklungen.
- Die Zusammenstellung spiegelt sowohl fachliche Expertise als auch ein starkes Bewusstsein für Erhalt und Dokumentation handwerklicher Traditionen wider.
Engagement für Ortsgeschichte und Öffentlichkeit:
- Er beschäftigte sich intensiv mit der Ortsgeschichte, sammelte Quellen und vermittelte lokale Baukultur.
- Als Lehrer und Kommunalpolitiker verknüpfte er Praxis, Forschung und Öffentlichkeitsarbeit und stärkte so das kulturhistorische Bewusstsein in seiner Gemeinde.
- Sein Einsatz für die Heimatgeschichte und das Handwerk bleibt in den Erinnerungen von Kollegen, Schülern und der Gemeinde lebendig.
Nicht weniger als der Dachboden eines des geschichtsträchtigsten Gebäudes von Sachsen, des Kornhaus von Meissen, soll nun die Heimat der einzigartigen Dachziegelsammlung werden.
Hierzu wurde die Dachziegelsammlung, welch ca. 2000 verschieden Exemplare von meist sehr alten Dachziegeln beinhaltet vom Dachboden des Schloss Klipphausen auf den Dachboden des Kornhausumgelagert. Die Mitgliederbetriebe der Dachdeckerinnung Meißen-Riesa-Großenhain waren dafür mit 2 Autokränen und ca. 20 Dachdeckern und mehreren Transporten angetreten um die Ziegel vorsichtig auf Paletten durch die schmalen Burgtore auf den Domplatz und schließlich mittels Kran auf den Dachboden des Kornhauses zu transportieren.
Hier gilt ein besonderer Dank der Otto-und-Emma-Horn-Stiftung mit Herrn Tom Lauerwald an der Spitze, dass wir diesen einzigartigen Ort für unsere Ziegelsammlung nutzen dürfen.
Auf dem Dachboden soll nun eine für die Öffentlichkeit zugängliche Ausstellung der Dachziegel entstehen. Und nicht nur dass, hier sollen auch alten Handwerkszeuge und Maschinen aus dem Dachdeckerhandwerk präsentiert werden. Dazu soll auch ein kleines Büro eingerichtet werden in welchem alte Schreibutensilien, Rechenmaschinen und vieles mehr ausgestellt werden sollen.
Aktuell werden gerade die ersten Dachziegelmodelle gebaut und das Büro errichtet
All diesen Arbeiten werden ehrenamtlich durch die Mitglieder unserer Dachdeckerinnung erbracht. Hier gilt diesen Firmen und auch den Altmeistern die sich hier sehr einbringen ein besonderer Dank.
Zusätzliche Unterstützung wird dieses Projekt durch die Jugendbauhütte.
Natürlich sind wir auch für jede Art der Unterstützung dankbar und wollen uns hier besonders bei unten aufgeführten Firmen für die aktuell geleistet Unterstützung bedanken.
Zusätzlich zu der Ausstellung sollen die vielen alten Dachziegel der unterschiedlichsten Epochen im Rahmen des WIR-Projekt der Kreishandwerkerschaft Meissen noch Digitalisiert und Katalogisiert werden und als Baustein zur Ziegelerkennung in die sich gerade in der Entwicklung befindlichen Dachdecker-App einfließen. Hier ist jedoch noch eine Menge zu tun bevor das soweit ist. Starten soll dies jedoch schon im Januar und es wird sich bis über das Ende des Jahres 2026 hinstrecken.
Wir werden euch hier über den Fortschritt weiter auf den Laufenden halten.
Rene Heinitz
Dachdeckerinnung Meißen-Riesa-Großenhain
Die Dachdeckerinnung Meißen-Riesa-Großenhain bedankt sich für die Unterstützung bei:
Dachdeckereinkauf DEG Döbeln, Metzger Baustoffe, Raab Karcher, Tecto Dachbaustoffe, ELG Bau Meißen, BMI/Braas, Velux, Mogat, Inter Versicherung,
Was anfänglich bis zum Start sehr lange gedauert hat geht nun um so schneller voran. Wie in der Ausgabe vom November 2025 angekündigt, wollen wir euch hier weiter über die Arbeiten der Dachdeckerinnung Meißen-Riesa-Großenhain an der Dachziegelausstellung auf dem Kornhaus in Meissen auf dem Laufenden halten. Die Mitglieder der Dachdeckerinnung haben seit dem November kräftig losgelegt und bis heut über 600 Arbeitsstunden in das Museum gesteckt. Zwischenzeitlich wurde der größte Teil der Modelle fertig gestellt und auch zum größten Teil mit den Ausstellungsstücken behangen. Das Büro wurde soweit fertig gestellt, dass es abschließbar und beheizbar ist. Die Elektroinstallation im Büro wurde installiert und der Ausstellungsbereich mit einer Trennwand vom restl. Dachboden abgetrennt. Hier gilt ein ganz besonderer Dank den sehr engagierten Firmen unserer Innung und natürlich auch unseren Altmeistern.
Die Digitalisierung der Dachziegelsammlung im Rahmen des „WIR-Projektes“ kann somit beginnen. Was noch fehlt ist der Internetanschluss um die vielen Datenmengen die hier aufgenommen werden auch zu speichern.
Abgesehen von den Baumaßnahmen wurden auch Gespräche mit dem St.-Afra-Gymnasium Meissen geführt welche das Projekt im Rahmen von wissenschaftlichen Projekten begleiten will. Dazu gab es eine Projektvorstellung vor den Schülern des St.-Afra Gymnasium in Meissen mit anschließender Besichtigung des im Bau befindlichen Museums.
Ziel ist es in der Ausstellung nicht nur Dachziegel der unterschiedlichsten Arten und Jahrhunderten auszustellen, sondern auch das Dachdeckerhandwerk im Wandel der Zeit mit allen den verschiedenen Handwerkzeugen und Maschinen welche nicht in Vergessenheit geraten dürfen darzustellen. Wer also noch sehenswerte bereits ausgestorbene Dachdeckerwerkzeuge auf seinem Dachboden versteckt kann diese gern als Dauerleihgabe in unserer Ausstellung der Öffentlichkeit präsentieren.
Weiter wurden auch erste Gespräche mit dem Landesinnungsverband über die Finanzierung des Baus der Ziegelausstellung und über die Finanzierung der Folgekosten geführt. Aktuell wird der Bau durch Partner der Innung aus Industrie und Handel unterstützt und über Gelder der Mitgliederfirmen vorfinanziert. Leider haben die Baumaßnahmen nun Dimensionen erreicht die durch die Mitglieder der Dachdeckerinnung nicht mehr alleine zu stemmen sind. Daher wollen wir diesen Artikel auch nutzen um etwas Unterstützung für die Ausstellung zu bitten. Wer uns hier Unterstützen kann und will bitten wir seine Spende mit Betreff „Dachausstellung Meißen“ auf folgendes Konto zu überweisen:
Volksbank Raiffeisenbank Meißen Großenhain eG
DE74 8509 5004 4510 8810 07
Aktuell benötigen wir die Spenden für das notwendige Material sowie für die Elektroinstallation. Weiter benötigen wir Unterstützung für die Installation einer würdigen Beleuchtung für die Ausstellung.
Die Spender würden wir dann in der nächsten Ausgabe öffentlich mit benennen.
Rene Heinitz
Dachdeckerinnung Meißen-Riesa-Großenhain
Das Kornhaus in Meißen ist ein bedeutendes historisches Speichergebäude, das eine zentrale Rolle in der Stadtgeschichte spielt. Es befindet sich in der malerischen Altstadt, in unmittelbarer Nähe zu wichtigen Sehenswürdigkeiten wie dem Markt, der Albrechtsburg und dem Dom. Die strategische Lage am historischen Handelsweg machte das Kornhaus zu einem wichtigen Umschlag- und Lagerort für Getreide und andere Waren.
Ursprünglich im Mittelalter erbaut, hat das Kornhaus über die Jahrhunderte zahlreiche Umbauten und Veränderungen erfahren. Die ursprüngliche Anlage geht auf das 15. Jahrhundert zurück, und zahlreiche Umbauten spiegeln die verschiedenen Phasen der Meißner Stadtgeschichte wider. Die Architektur des Gebäudes ist geprägt von robusten Speicherräumen, markanten Ladeöffnungen und einem charakteristischen Dachwerk. Die Verwendung regionaler Materialien, wie Bruchstein und Backstein, sowie die Fachwerkbauweise verdeutlichen die lokale Bautradition.
Im Laufe der Zeit diente das Kornhaus zunächst als Getreide- und Warenlager für die Versorgung der Stadt. Mit der Zeit wandelte sich seine Nutzung, und es beherbergte verschiedene Gewerbe und Werkstätten. Heute wird das Gebäude oft als denkmalpflegerisches Zeugnis und kultureller Ort wahrgenommen, was seine historische Bedeutung unterstreicht.
Das Kornhaus ist nicht nur ein architektonisches Highlight, sondern auch ein erhaltenswertes Kulturerbe, das zur Identität Meißens beiträgt. Es zählt zu den geschützten Denkmälern der Stadt und spielt eine wichtige Rolle in der Heimat- und Baukulturforschung.
Lage & Bedeutung
- Burgberg
- Teil des historischen Ensembles um die Albrechtsburg
- Eines der ältesten Profangebäude Sachsens
Bau & ursprüngliche Funktion (15. Jh.)
- Errichtet um 1441 bis 1494
- Nutzung als Getreide- und Wirtschaftsspeicher
Nutzungswandel
- 18. Jh.: Teil der frühen Porzellanproduktion
- 19. Jh.: Umbau zu Wohn- und Repräsentationszwecken
- 20. Jh.: Wohnnutzung, später Leerstand
Heutige Situation
- Denkmalgeschütztes Gebäude in Sanierung
- Erneute Nutzung als Wohnraum geplant
- Hängedachstuhl, daher Platz für die Beherbergung der Dachziegelsammlung auf dem Dachboden
Kontakt
Dachdecker-Innung Meißen-Riesa-Großenhain
Obermeister Roberto Heilscher
Am Ketzerbach 2, OT Schieritz
01665 Diera-Zehren
Tel./Fax: 035247 51238
www.dachdeckerinnung-meissen.de
Ansprechpartner Dachziegelausstellung
Herr Dipl.-Ing. (FH) René Heinitz
E-Mail: post@dachdeckerinnung-meissen.de