Wichtiges und Aktuelles rund um das Landesbildungsbildungszentrum des Sächsischen Dachdeckerhandwerks e.V.

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Oben ist das neue vorn

Freisprechungsfeier des sächsischen Dachdeckerhandwerks in Aue-Bad Schlema

 

Aue-Bad Schlema, 21. August 2026

Ein besonderer Tag für das sächsische Dachdeckerhandwerk: 12 junge Meister und 28 junge Gesellen und Gesellinnen feierten gemeinsam mit ihren Angehörigen und Lehrbetrieben die erfolgreich bestandenen Meister- und Gesellenprüfungen. Insgesamt rund 180 Gäste waren zu diesem besonderen Anlass ins Kulturhaus „Aktivist“ nach Bad Schlema gekommen.

Unter den Gästen befanden sich unter anderem der Vizepräsident der Handwerkskammer Chemnitz Peter Seidel, Obermeister und Vertreter der sächsischen Dachdecker-Innungen, der Bürgermeister der Großen Kreisstadt Aue-Bad Schlema Jens Müller, der Hauptabteilungsleiter Berufsbildung der Handwerkskammer Dresden Stefan Krug, der Sachgebietsleiter Prüfungen der Handwerkskammer Chemnitz David Schulz sowie weitere Partner des sächsischen Dachdeckerhandwerks und Mitarbeiter des Landesbildungszentrums des Dachdeckerhandwerks Sachsen.

Voran die Innungsfahnen

Feierlich eröffnet wurde die Veranstaltung mit dem Einzug der Gesellen und Meister. Angeführt wurden sie von den Obermeistern der jeweiligen Innungsbezirke und den traditionellen Innungsfahnen.

Stolz und sichtlich erleichtert präsentierten sich die Absolventinnen und Absolventen ihren Familien, Ausbildern und Gästen. Hinter ihnen liegen intensive Ausbildungsjahre: Drei Jahre Lehrzeit beziehungsweise bis zu zwei Jahre Meisterausbildung haben sie erfolgreich im Landesbildungszentrum absolviert, das 1999 von den sächsischen Dachdecker-Innungen und ihren Mitgliedsbetrieben neu errichtet wurde.

In seiner Begrüßung gratulierte der Landesinnungsmeister Denny Arndt den jungen Gesellen und Meistern zu ihren Leistungen. Gleichzeitig sprach er seinen Dank an die Berufsschullehrer, Ausbilder und Mitarbeiter des Landesbildungszentrums, die Mitglieder der Prüfungsausschüsse sowie an die Eltern und Angehörigen der Absolventen aus. Auch die zahlreichen Ehrengäste hieß er herzlich willkommen.

Mit seiner humoristischen Art bedankte sich der Leiter des Beruflichen Schulzentrums „Erdmann Kircheis“ Daniel Hahn bei allen an der Ausbildung beteiligten Personen, den Betrieben, Eltern, Lehrern und Ausbildern sowie den ehemaligen Auszubildenden selbst.

KaroDancers sorgen für Stimmung

Auch für die musikalische und tänzerische Unterhaltung war bestens gesorgt. DJ Michael Gürtler mit seiner Klimperkiste begleitete die Feier musikalisch, bevor die KaroDancers aus Bad Schlema mit anspruchsvollen Tanzeinlagen für Begeisterung im Saal sorgten.

Drei Schläge für die Freiheit der Gesellen

Der Höhepunkt der Feier war die traditionelle Freischlagung der Gesellen.

Die frischgebackenen Gesellen wurden vom Leiter des Landesbildungszentrums Matthias Feldner aufgefordert, um ihre „Losschlagung“ von den zahlreichen Vergehen ihrer Lehrzeit zu bitten. Dazu trugen sie symbolisch ein Kantholz auf ihren Schultern. Nach der Bitte folgten – ausgeführt von den Obermeistern – die traditionellen drei Schläge.

Der erste Schlag:

„Mit dem 1. Schlag sollt ihr befreit sein von Blödheit, Dummheit und Ungeschicklichkeit.“

Der zweite Schlag:

„Mit dem 2. Schlag verliert ihr Faulheit und Trägheit.“

Und schließlich der dritte Schlag:

„Der 3. Schlag erlöst euch von Ungehorsamkeit und Großmäuligkeit.“

Damit war es endgültig geschafft: Aus den Lehrlingen waren traditionell und offiziell Gesellen des Dachdeckerhandwerks geworden.

Die Absolventen sagen Danke

In seinem Rückblick auf die Ausbildungszeit richtete Pascal Lange dankende Worte an alle, die die jungen Fachkräfte während ihrer Ausbildung begleitet, beraten und unterstützt hatten – und dabei sicher auch das eine oder andere Mal Verständnis aufbringen mussten.

Auch die jungen Meister kamen, vertreten durch Max Schubert, zu Wort und blickten auf ihre anspruchsvolle Ausbildungszeit zurück.

Ehrungen der Besten

Besondere Anerkennung erhielten die drei besten Gesellen für ihre hervorragenden Prüfungsergebnisse in Theorie und Praxis.

Wir gratulieren ganz herzlich:

Jamie Lucien Tröger

David Heßmann

Johann Schmidt

zu ihren herausragenden Leistungen!

Dachdeckermeister gegen Dachdeckergeselle

Neben dem offiziellen Teil kam auch der Spaß nicht zu kurz. Beim traditionellen Ziegelwettdecken traten die jungen Gesellen und Meister gegeneinander an.

Am Ende konnten die Meister den Wettbewerb für sich entscheiden. Verlierer gab es dennoch keine: Zur Belohnung erhielten beide Teams jeweils ein Fass Bier.

Und zum Schluss …

Das kurze und knackige Schlusswort sprach der Landeslehrlingswart Paul Hobeck.

So klang eine rundum gelungene und würdige Freisprechungsfeier bei Musik, gutem Essen und vielen guten Gesprächen aus.

Der Vorstand, die Geschäftsführung und die Mitarbeiter der Geschäftsstellen des Landesinnungsverbandes des Dachdeckerhandwerks Sachsen sowie des Landesbildungszentrums des Sächsischen Dachdeckerhandwerks gratulieren allen jungen Gesellen und Meistern noch einmal herzlich.

Für ihren weiteren beruflichen und persönlichen Weg wünschen wir ihnen alles Gute und viel Erfolg!


 

Die Besten der Besten…Elitekurs 2026

 

Vom 22. bis 26. Juni trafen sich die Besten der überbetrieblichen Lehrunterweisung zum Elitekurs am Landesbildungszentrum des Sächsischen Dachdeckerhandwerks in Aue-Bad Schlema.

Am Start waren Lisa Flögel (Kozubek & Schatz Bedachungs- und Installations GmbH, Leipzig), Nele Lorenz (Style-Dach Mirko Fischer, Colditz), Ben Gebauer (Bathow Dach GmbH, Bernsdorf), Jacob Grimm (Dachdeckerbetrieb Volker Kunz GmbH, Hartenstein), Justin Härtel (Style-Dach Mirko Fischer, Colditz), Erik Herkner (Dachdeckermeister Axel Lehnert, Zittau), David Heßmann (Dachdeckermeister Ralph Heßmann, Geyer), Wilhelm Kuchling (Meisterbetrieb Kay Müllrich, Vierkirchen), Niels Lange (Geier Bedachung e.K., Mittweida), Max Kenny Meinhold (Dachdeckerei Thierfelder, Bockau), Tim Ruttloff (Dachdeckermeister Thomas Uhlig, Chemnitz), Johann Schmidt (Dachdeckermeister Hendrik Voit, Syrau) Jaime Lucien Tröger (Dachdeckermeister Friedhelm Martius) und Paul Walther (W. Müller Bedachungen GmbH, Oberlungwitz). Die Aufgabenstellungen richteten sich nach den Erfordernissen und Schwerpunkten des praktischen Teils Gesellenprüfungen, da dieser Kurs eine optimale Vorbereitung auf diesen darstellt.

Um die jeweils meisten Punkte wurde in den Disziplinen Schieferdeckungen, Deckungen mit Biberschwanzziegeln, Abdichtungen mit Kunststoff- und Bitumenbahnen sowie Außenwandbekleidungen mit Schieferplatten gestritten.

Die höchste Gesamtpunktzahl erreichte David Heßmann knapp vor Wilhelm Kuchling auf Platz zwei und Ben Gebauer auf dem dritten Platz. Der Vorstand, die Geschäftsführung sowie das Team des Landesbildungszentrums gratulieren mit Stolz allen Teilnehmern für die guten und sehr guten gezeigten Leistungen auf hohem Niveau. Wir wünschen viel Erfolg bei den bevorstehenden Prüfungen sowie im weiteren beruflichen und privaten Leben.


„Innovativer Holzbau wird neues Eingangstor der LAGA 2027“

Aue-Bad Schlema, 13.02.2026 – Für die Landesgartenschau 2027 in Aue-Bad Schlema entsteht ein innovativer Holzbau, der als neues Eingangstor und architektonisches Aushängeschild der Gartenbauausstellung dienen wird. Aktuell befindet sich das Projekt im Bauantragsverfahren. Die Errichtung selbst ist für den Herbst geplant.

Damit bietet die Landesgartenschau im nächsten Jahr neben den vielen botanischen Highlights auch einen Magneten für überregionales Fachpublikum und Interessierte zum Thema des nachhaltigen Holzbaus. Die geplante Dachkonstruktion basiert auf dem Prinzip der weiterentwickelten, Ressourcen sparenden Zollinger-Bauweise. Das gekrümmte, freitragende Dach wird dabei aus speziell zugeschnittenen sogenannten „Lamellen“ konstruiert. Diese bilden eine rautenförmige Gewölbestruktur und ermöglichen so – dem Bauprinzip der Natur folgend – große Spannweiten bei geringem Materialeinsatz. Der Innovationspartner im Projekt ist das Holzbau-Forschungsteam FLEX rund um Prof. Alexander Stahr an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig. Es gehört zu den führenden Institutionen der anwendungsbezogenen Holzbau-Forschung in Deutschland. Kerninhalt der Forschung sind dabei Strategien für den innovativen Transfer von Planungsdaten in computergesteuerte Fertigungsanlagen – mit dem Ziel geometrisch individuelle Konstruktionen mittels automatisierter Vorfertigung wirtschaftlich herstellbar zu machen. Das Innovationsprojekt soll von regionalen Unternehmen unter Werkstattbedingungen vorgefertigt und in sehr kurzer Bauzeit errichtet werden.

Auch die Eindeckung des gekrümmten Daches bedarf besonderer Kompetenzen. Durch die geschwungene Form entstehen besondere Anforderungen, denen sich das Landesbildungszentrum des Sächsischen Dachdeckerhandwerks e.V. gemeinsam mit dem Landesinnungsverband des Dachdeckerhandwerks Sachsen und Partnern aus der Industrie annimmt. Passend zur Landesgartenschau ist eine ökologisch wertvolle Dachbegrünung vorgesehen.

Möglich gemacht hat das Projekt der im Kurort ansässige Verein zur Wiedereröffnung und Entwicklung Kur- und Heilbad Schlema e.V. Begeistert von der Idee, hat sich der Vorstand kurzerhand für die Umsetzung entschieden, verschiedene Sponsoren für die erforderlichen Eigenmittel gewinnen können und den entsprechenden Fördermittelantrag eingereicht.

Die Projektkosten werden zum größten Teil aus dem LEADER-Programm der Europäischen Union und des Freistaates Sachsen finanziert. In der aktuell laufenden Förderperiode der LEADER-Region Westerzgebirge liegt einer der Schwerpunkte auf der Stärkung regionaler Wertschöpfung aus der heimischen Ressource Holz.

Das Architektur- und Ingenieurbüro ardoris verantwortet die Überwachung der Umsetzung und Gesamtkoordination des Bauvorhabens. Mit seiner regionalen Expertise im modernen Holzbau trägt der Projektpartner entscheidend zur effizienten Umsetzung des Projekts und zur Stärkung regionaler Wertschöpfung bei.

Für das Erzgebirge kann der moderne Holzbau eine wesentliche Säule für die langfristige Beschäftigung und Lebensgrundlage der Menschen vor Ort bilden. Inmitten der aufgeforsteten ehemaligen Haldenflächen Bad Schlemas setzt das Projekt ein beispielgebendes Zeichen für eine optimistische Zukunft, in der moderne Holzbauweisen, verantwortungsvolle Waldbewirtschaftung und regionale Wertschöpfung Hand in Hand gehen.

 

Pressekontakt:
Jens Müller Baubürgermeister Aue-Bad Schlema
(+49) 03771 281 103
buergermeister@aue.de, www.aue-badschlema.de

Mit Modell und Planung am Standort des zukünftigen Eingangstors der Landesgartenschau 2027 in Bad Schlema. (v.l.n.r.) Sascha Gnüchtel (ardoris Architekten & Ingenieure), Mandy Götze-Willimowski (Verein zur Wiedereröffnung und Entwicklung Kur- und Heilbad Schlema e.V.), Jens Müller (Baubürgermeister Aue-Bad Schlema), Philipp Salzmesser (Zukunft Westerzgebirge e.V.)


 

 

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